Lokal statt Cloud

KI lokal laufen lassen: was das beim Datenschutz wirklich ändert

„DSGVO-konform" steht auf fast jedem KI-Werkzeug. Das heißt: Es gibt einen Vertrag. Lokal heißt etwas anderes: Die Daten gehen nicht weg. Der Unterschied ist kein juristischer, sondern ein technischer.

Welche KI die App nutzt

Drei Stufen, und nur zwei davon heißen wirklich lokal

Wer beim Datenschutz weiterkommen will, muss diese drei Stufen unterscheiden. Sie werden im Marketing gerne vermischt.

AufbauWo deine Daten hingehen Was der Datenschutz dazu sagt
Cloud-Werkzeug im Browser Zum Anbieter, dort verarbeitet und meist gespeichert Braucht einen Auftragsverarbeitungsvertrag, oft eine Datenübermittlung in Drittländer, und du musst dem Anbieter glauben
App auf deinem Rechner, Modell in der Cloud Nur der Text der einzelnen Aufgabe geht zum Modellanbieter, dein Firmenwissen bleibt lokal Deutlich kleinere Angriffsfläche: es gibt kein Konto, in dem alles zusammenläuft. Der Modellanbieter braucht weiter eine Rechtsgrundlage
App und Modell auf deinem Rechner Nichts. Die Kette endet auf deinem Gerät Keine Übermittlung, also auch keine Drittlandfrage. Der einfachste Fall, den es gibt

Nebra AI arbeitet in Stufe zwei oder drei, du entscheidest beim Einrichten. Stufe zwei ist der Normalfall: Die App läuft auf deinem Mac und schickt die einzelne Aufgabe an das Modell, bei dem du ohnehin ein Konto hast. Stufe drei ist der strenge Fall: ein Modell, das auf deinem Rechner läuft, ohne Internet.

Was wir nicht behaupten

Auch in Stufe zwei verlässt der Text einer Aufgabe deinen Rechner, wenn du ein Cloud-Modell nutzt. Wer das nicht will, muss Stufe drei nehmen, und die kostet Tempo und Textqualität. Ein lokales Modell auf einem Notebook spielt nicht in derselben Liga wie die großen Anbieter.

Und noch etwas: Kein Werkzeug macht dich DSGVO-konform. Das hängt daran, welche Daten du verarbeitest, warum, und was in deinem Verzeichnis der Verarbeitungstätigkeiten steht. Software kann dir die Arbeit leichter machen, nicht abnehmen.

Der ganz lokale Weg, konkret

In Nebra AI heißt dieser Weg Qwen über Ollama. Das ist ein offenes Sprachmodell, das als Dienst auf deinem Mac läuft.

  • Kein Konto, keine Anmeldung, kein Abo. Es kostet keinen Cent im Monat.
  • Sinnvoll ab 8 GB Arbeitsspeicher. Die App wählt die Modellgröße nach deinem RAM, damit der Rechner nicht einbricht.
  • Läuft ohne Internetverbindung zum Modell. Die Sitzung geht gegen den Ollama-Dienst auf deinem Gerät.
  • Textmodus. Ein Auftrag läuft in einem Zug durch, ohne Rückfragen und ohne Freigabe-Karten. Das ist der funktionale Preis dieses Weges.

Für wen sich das lohnt: Wer mit Gesundheitsdaten, Personaldaten, Mandantendaten oder Konstruktionsunterlagen arbeitet. Dort ist die Frage nicht, ob ein Vertrag gut ist, sondern ob die Daten das Haus verlassen. Die Antwort lautet dann nein, und dieser Aufbau kann sie einhalten.

Beide Wege stecken in derselben App

Du musst dich nicht vorher entscheiden. Der Einrichtungsassistent zeigt dir alle vier KI-Wege, du kannst später wechseln.

Die vier KI-Wege im Vergleich
Häufige Fragen

Fragen zu lokaler KI und Datenschutz

Ist Nebra AI DSGVO-konform?

Die Frage ist so nicht beantwortbar, und wer sie mit einem klaren Ja beantwortet, verkauft dir etwas. DSGVO-Konformitaet haengt daran, welche Daten du verarbeitest und mit welcher Rechtsgrundlage. Was wir sagen koennen: Die App laeuft auf deinem Rechner, wir speichern dein Firmenwissen nicht, und mit dem lokalen Modell verlaesst kein Text dein Geraet.

Kann ich Nebra AI ganz ohne Internet nutzen?

Fuer die Arbeit mit dem lokalen Modell ja: Qwen laeuft ueber den Ollama-Dienst auf deinem Mac. Fuer das Verbinden deiner Website und das Veroeffentlichen von Aenderungen brauchst du natuerlich eine Verbindung zu dieser Website.

Wie viel Arbeitsspeicher brauche ich fuer das lokale Modell?

Ab 8 GB ist es sinnvoll, die App waehlt die Modellgroesse nach deinem RAM. Mit mehr Speicher laeuft ein groesseres Modell und die Ergebnisse werden besser.

Was ist der Nachteil am lokalen Modell?

Tempo und Textqualitaet. Ein Modell, das auf einem Notebook laeuft, ist schwaecher als Claude oder GPT. Ausserdem arbeitet es im Textmodus: keine Rueckfragen waehrend der Arbeit, keine Freigabe-Karten, eine Unterhaltung laesst sich nicht fortsetzen.

Sieht der Modellanbieter meine Kundendaten?

Nur den Text der Aufgabe, die du stellst, und nur wenn du ein Cloud-Modell nutzt. Deine Zugaenge, deine Skills und dein Firmenwissen liegen auf deinem Rechner. Wenn auch die Aufgabentexte das Haus nicht verlassen duerfen, nimm das lokale Modell.

Probier den Weg aus, der zu deinen Daten passt

Der Einrichtungsassistent zeigt dir alle vier KI-Wege, vom empfohlenen Claude-Konto bis zum lokalen Modell ohne Anmeldung.

Was die App auf dem Mac macht